1.5 Begleitforschung zu urbanem Management

Die Umsetzung innovativer Projekte scheitert häufig an hinderlichen institutionellen (vor allem legistischen) und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Begleitforschung widmet sich der Identifizierung von Barrieren in Prozessen, Verordnungen und Gesetzen, die einer energieeffizienten Stadtentwicklung im Wege stehen. Hierbei sollen – neben einem Fokus auf das Raumplanungs-, Bebauungs- und Beschaffungsrecht auch sämtliche Treiber und Barrieren aus rechtlich-institutioneller Sicht unter die Lupe genommen werden.
Besondere Bedeutung für einen breiten und erfolgreichen Einsatz innovativer Technologien kommt auch der Aus- und Weiterbildung zu.

1.5.1 Analyse von Barrieren in Prozessen, Verordnungen, Gesetzen

  1. Optimierung und Implementierung von effizienten und effektiven anreiz-orientierten energiepolitischen Instrumenten
  2. rechtliche (z.B. OIB-Richtlinie), gesellschaftliche, finanzielle und andere Hemmnisse in der Umsetzung und Suche nach Lösungsansätzen
  3. Treiber/Barrieren für die Themen „Geschäfts- und Finanzierungsmodelle“, „Gebaute Infrastruktur“ und „Urban Smart Grids“ aus rechtlich-institutioneller Sicht

1.5.2 Erprobung neuer Governance-Modelle

  1. Improvement Districts als neues Governance-Programm
  2. Smart Governance: Entwicklung statt Verwaltung
  3. Optimierung und Implementierung von effizienten und effektiven anreiz-orientierten energiepolitischen Instrumenten

1.5.3 „Living Labs“ für Technologiedemonstration und -tests

1.5.4 Partizipation

  1. NutzerInneneinbindung bei der Technologieentwicklung (Co-Creation)
  2. „Bewohner-Readiness-Level“ berücksichtigen (verschiedene Segmente wie Alter, Gender etc.)

1.5.5 integrale Fortbildungskonzepte

Integrale Fortbildungskonzepte mit kurzen Zyklen zur Integration neuen Wissens in möglichst alle Fachdisziplinen von Schule bis Uni

1.5.6 Aus-/Weiterbildung für Stadtverwaltung

Aus-/Weiterbildung für Stadtverwaltung zum Thema „Innovationsmanagement für urbane Räume“ (inkl. der Umsetzung der Prinzipien der innovativen öffentlichen Beschaffung in der Stadtteilplanung)

6 thoughts on “1.5 Begleitforschung zu urbanem Management

  1. Helmut Strasser

    Derzeit gibt es imm Gesetzesbereich die Ebene der Raumordnung und dann das Einzelgebäude. Gesamtkonzepte für Siedlungen können derzeit über die Raumordnung nicht verbindlich umgesetzt werden. Die Baugesetzgebung regelt ausschließlich Einzelgebäudebezogene Standards. Hier wäre die Lücke über eine verbindlichere „Energieraumplanung“ zu schließen – unter Berücksichtigung der Anküpfungspunkte zur klassischen Raumordnung wie zur Baugesetzgebeung.
    Hinsichtlich der gebäudeübergreifenden Energieoptimierung auf Siedlungsebene fehlt wohl auch ein Angebotsprofil für entsprechende Planungsdienstleistungen.

  2. Ursula Mollay

    1.5.2 Erprobung neuer Governance-Modelle setzt die Einbindung von Stadtverwaltungen und tatsächliche (probeweise) Umsetzung voraus?

  3. Jürgen Suschek-Berger

    Die Herausforderung liegt hier sicher in der unterschiedlichen Möglichkeiten und Formen, in denen einerseits die verschiedenenen Zielgruppen angesprochen werden können, andererseits auch auf welchem Partizipationsniveau das vor sich gehen soll (von Information über Konsultation und Mitgestaltung bis hin zur Mitbestimmung).

  4. Ronald Pohoryles

    In 1.5. wird zwar auch sowohl auf institutionelle und gesellschaftliche Rahmenbedingungen verwiesen; zu Treibern und Barrieren werden NUR rechtlich-institutionelle erwähnt. das ist unzureichend! Gerade hier geht es AUCH um gesellschaftliche Partizipation, wie in zahlreichen EU-Projekten aufgezeigt ist.

  5. Ronald Pohoryles

    Im Sinne des obigen ist die Erwähnung von Partizipation (1.5.4) viel zu restriktiv ausgerichtet! Co-Creation und Readiness-Level sind durchaus wichtige Themen, wenn man allerdings Partizipation in den Planungsprozessen nicht explizit einbezieht, macht das keinen Sinn!

  6. Peter Hinterkörner

    Ad 1.5 Begleitforschung urbanes Management
    grundsätzlich begrüßenswert, v.a. die Analyse von Barrieren und Treibern!
    Ad 1.5.2 Governance-Modell
    Hier klar herausstreichen, was genau gefördert wird (also z.B. ergänzen: ANALYSE VON…)
    Ad 1.5.3 Living Labs
    Was unterscheiden LL von „Improvement Districts“ unter 1.5.2?
    Ad 1.5.4 Partizipation
    Sollte am besten als Querschnittsmaterie integriert werden

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